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VERA Seminar

Mammut, Mensch und Permafrost

Ursula Göhlich, Geologisch-Paläontologische Abteilung, Naturhistorisches Museum, Wien

Von kaum einem anderen ausgestorbenen prähistorischen Tier sind so viele Details zu Aussehen und Lebensweise bekannt wie von Wollhaarmammuts. Dieses Wissen verdanken wir Großteils den Mumien und Mumienteilen, die die Jahrtausende im Dauerfrostboden Sibiriens, seltener auch Kanadas oder Alaskas überdauerten. Aber die Wollhaarmammuts waren nicht nur im weit entfernten Sibirien beheimatet, auch Österreich war Mammut-Land. Das Verbreitungsgebiet der Wollhaarmammuts reichte einst von Spanien im Westen über Zentral- und Osteuropa und das nördliche Asien bis nach Nordamerika.
Das Wollhaarmammut lebte erst Seite an Seite mit den Neanderthalern, später mit dem modernen Menschen Homo sapiens. In welchem Maße die Bejagung durch den Menschen das Aussterben des Wollhaarmammuts begünstigte, wird bis heute diskutiert. Unbestritten ist, dass die Klimaerwärmung am Ende der Eiszeit und die Ausbreitung von Wäldern dazu führten, dass ihr Lebensraum, die Mammutsteppe, immer weiter in den Nordosten Eurasiens zurückgedrängt wurde.

Donnerstag, 29.01.2015    16:30 Uhr

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